Gedichte 1

Die Sau der Angst
Fummel fummel Hühnerdreck,
noch ein Schuss und noch ein Leben.
Fummel fummel Hühnerdreck.
die Sau der Angst sitzt dicht daneben.

Trostloser Tag
Fadenscheinige Argumente
der übelsten Sorte,
Hoffnungsträger Hose.
Gezwierbelter Riemen
auf halber Höhe.
Wut im Bauch.

Nieten –
was bleibt sonst noch übrig,
Kleines?

Schräglage
Sicht nach Hinten,
Haare über Haare
und ein dreister Blick.
Der Rest Schwung in den Hüften,
das Gebot auf den Lippen, triefend
und nur mit besten Absichten

Portrait
Fanatische Bewegungen,
oh Grünes Geschlächt!
Thematisches Grinsen
und wegen der allzu geringen Belastbarkeit,
fingierter Brechreiz,
und wegen der Schönheit auf Senf verzichten.

Verrückte Welt
in Tortengröße,
leicht zu verspeisen,
auf einem Spitzendeckchen,
klebrig und warm.

Versuch mich doch zu kriegen!

Victory
Triebgeschädigte
und völlig vereinsamte Schnittchen.
In der Nachbarschaft
Gurken
und milde Peperonis.

Kleine Autos
in großer Stückzahl,
auf gerader Strecke
und viele Hände im Gesicht
und eine am Steuer,
um Schlimmeres zu verhindern.

Viele viele Augen, feuchter feuchter Mund
machen machen süchtig – wie im Film!

Im Suff
Wohl oder übel.
irgendetwas war doch der Eine.

Gebet
unerträglichen Frohsinns
und die Hoffnung
(welch schändliches Wort)
für alle
ARMEN.

Nachbeben
Das Geschwür am Arsch
und diese Frage.

Was bleibt?

%d Bloggern gefällt das: